Lasttraverse: Arten, Tragfähigkeiten und CE-Vorschriften
Die Lasttraverse ist das Lastaufnahmemittel, das das Gewicht der Last auf mehrere Anschlagpunkte verteilt: unentbehrlich für lange, nachgiebige oder schwer auszuwuchtende Werkstücke. Sie gut zu wählen heißt, die Last, die Anschlagmittel und vor allem den zu schützen, der darunter arbeitet.
Die Einträger-Lasttraverse: das Universalgerät
Ein Träger mit mittigem Haken und zwei (oder mehr) Aufnahmepunkten an den Enden: das ist die häufigste Ausführung für Träger, Schalungen, Maschinen und Bündel. In den verstellbaren Ausführungen gleiten die Aufnahmepunkte am Träger entlang und passen sich Lasten unterschiedlicher Länge an.
H- und Kreuztraverse: für flache Lasten
Wenn die Last nicht nur lang, sondern auch breit ist — Platten, Paneele, Wannen, Werkzeuge —, braucht es vier oder mehr im Grundriss verteilte Aufnahmepunkte. Die H-Traverse und die Kreuztraverse (X) verteilen das Gewicht auf die vier Ecken und halten die Last waagerecht und stabil.
Tragfähigkeit und Schwerpunkt
Die Tragfähigkeit wird auf die Höchstlast zuzüglich des Gewichts von Ketten und Greifmitteln ausgelegt. Der kritische Punkt ist der Schwerpunkt: fällt er nicht mit der Mitte der Lasttraverse zusammen, neigt sich die Last. Für Werkstücke mit versetztem Schwerpunkt gibt es Traversen mit verstellbarem Haken oder nach der Zeichnung des Werkstücks maßgefertigte Ausführungen.
Attollo baut Lasttraversen von 500 kg bis 200 Tonnen, alle mit Überlast in der Werkstatt in Mailand abgenommen.
Die Vorschriften: EN 13155 und Maschinenrichtlinie
Lasttraversen zählen zu den Hebezeugen nach der Norm EN 13155 und der Richtlinie 2006/42/EG: CE-Kennzeichnung, Schild mit Tragfähigkeit und Eigengewicht, Konformitätserklärung und Anleitung sind Pflicht und werden bei jeder Prüfung verlangt.
Eine heute gekaufte zertifizierte Lasttraverse begleitet den Brückenkran über Jahrzehnte: sie gehört zu den Sicherheitsinvestitionen mit dem besten Verhältnis von Kosten zu Lebensdauer in der ganzen Halle.
